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Südafrika

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Südafrika Artikel

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Staat Südafrika, auch Republik Südafrika genannt (Republiek van Suid-Afrika, Republic of South Africa). Für die südliche Region Afrikas siehe Südliches Afrika.


Südafrika Beschreibung Südafrika Beschreibung
(Details) (Details)

Wahlspruch: N'kosi Sikeleli Africa (Gott schütze Afrika)

Amtssprachen Afrikaans, Englisch, isiNdebele, isiXhosa, isiZulu, Sepedi, Sesotho, Setswana, Siswati, Tshivenda, Xitsonga
Hauptstadt Pretoria
Regierungssitz Pretoria und Kapstadt (wechseln sich turnusmäßig als Regierungs- und Parlamentssitz ab)
Sitz des obersten Gerichtshofs Bloemfontein
Staatsform Präsidialrepublik mit föderalen Elementen
Präsident Thabo Mbeki
Fläche 1.219.912 km²
Einwohnerzahl 46.400 Tausend (Stand 2003)
Bevölkerungsdichte 37 Einwohner pro km²
Währung Rand
Zeitzone UTC+2
Nationalhymne siehe Nationalhymne Südafrikas
Kfz-Kennzeichen ZA
Internet-TLD .za
Vorwahl +27
Südafrika Beschreibung
Südafrika Beschreibung


Die Republik Südafrika liegt an der Südspitze Afrikas bei 22-35° Süd und 17-33° Ost und wird vom Atlantischen und dem Indischen Ozean umschlossen. Das Land grenzt an Namibia, Botswana, Simbabwe, Mosambik und das Swasiland. Lesotho liegt innerhalb der Grenzen Südafrikas.

Inhaltsverzeichnis
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Geographie

Südafrika hat eine Fläche von 1.219.912 km² und ist in neun Provinzen gegliedert: KwaZulu-Natal, Limpopo Provinz, Nordkap, Nordwest Provinz, Freistaat, Ostkap, Mpumalanga, Gauteng und Westkap.

Das Zentralplateau liegt in einer Höhe zwischen 900 und 2 Tausend Metern. Ein zur Küste abfallender Landgürtel mit einer Breite von 20 bis 250 km Groot Randkant (Große Randstufe) genannt.

Die Drakensberge durchziehen das Land vom Nordosten bis in die Enklave Lesotho in dem Südosten, wo sie mit dem Thabana Ntlenyana ihren höchsten Punkt (3.482 m über NN EnklaveLesotho) erreichen. Höchster Berg Südafrikas ist der Njesuthi mit 3.408 m. Nordwestlich von Bloemfontein erstreckt sich die Kalahari Wüste durch Botswana bis nach Namibia hinein. Am Kaap Agulhas (port.: agulhas = Nadeln), der äußersten Südspitze des Kontinents, treffen sich Atlantik und Indischer Ozean, westlich davon ist das Kap der Guten Hoffnung (Cape of Good Hope oder Kaap van die goeie Hoop).

Die meisten Flüsse Südafrikas entspringen in den Drakensbergen und fließen nach Osten in Richtung Indischer Ozean. Der längste Fluss, der Oranje, mit einer Länge von 1 860 km entspringt auch in den Drakensbergen, fliesst aber nach Westen und mündet in den Atlantischen Ozean. Die Augrabiesfälle (Aukoerebis, "Ort des Großen Lärms") des Oranje in dem Nordwesten des Gordoniadistriktes wurden 1778 von Hendrik Wikar entdeckt, haben eine Breite von ungefähr 3 km und sind 190 m hoch, davon 146 m in dem freien Fall. Der Hauptwasserfall ist ungefähr 150 m breit. Weitere wichtige Flüsse sind der Limpopo, der als Grenzfluß in Nordostrichtung nach ungefähr 1 600 km in den Indischen Ozean mündet und der Vaal (1 251 km), ein Nebenfluss des Oranje. Die Wasserstände dieser Flüsse schwanken sehr stark.

Zu Südafrika gehören zusätzlich die Prince-Edward-Inseln in dem südlichen Indischen Ozean. Seine territorialen Ansprüche in der Antarktis und auf die Walfischbucht in Namibia gab Südafrika 1994 auf.

Buch-Tipp: Blauer Planet in grünen Fesseln. Was ist bedroht: Klima oder Freiheit? Das richtig Buch zu dem richtigen Thema V. Klaus hat in überaus klarer Sprache die offenen und verborgenen Fehler des Ökologismus - er bezeichnet ihn Environmentalismus- klar gestellt. Aus Sicht des Volkswirtes, der mit Zeitreihen -gewonnen aus aufbereiteten Statistiken- virtous umgehen kann, räumt Klaus mit den angstmachenden Mythen der Umweltbewegung...

Klima und Vegetation

Das Klima ist durch die Lage am südlichen Wendekreis subtropisch, überwiegend sonnig und trocken. Schnee gibt es in dem Winter meist ca. in den Gebirgen. Die über das Jahr verteilten Niederschläge nehmen von Südosten nach Nordwesten ab, gleichzeitig nehmen die Temperaturen zu.

Durch seine Größe und mehrere Faktoren (Meeresströme/Höhenlage) bedingt, variiert das Klima zwischen den verschiedenen Teilen des Landes: Das Klima der Westküste ist durch den Benguelastrom aus der Antarktis kühler und trockener. An der Ostküste sorgt der Agulhasstrom aus dem Indischen Ozean für ein eher feuchtes und warmes Klima.

Die Lage auf der Südhalbkugel führt dazu, dass die Jahreszeiten den europäischen entgegengesetzt sind. In dem Winter, also zwischen Juni und August, kann in den Drakensbergen, auf dem Highveld und sogar in Johannesburg (1660 m über NN) und Umgebung Schnee liegen, abends und nachts ist es dann sehr kalt. Tagsüber steigen die Temperaturen auf ungefähr 23°C, in dem Sommer 30°C. In dem Boland, der Region um Kapstadt (15 m über NN), herrscht in dem Winter kühles Klima mit Nieselregen. Von November bis März ist es dort warm bis heiß und trocken. In den Küstengebieten KwaZulu-Natals, u.a. in Durban (5 m über NN) und entlang der Ostküste ist die Luftfeuchtigkeit hoch, es weht jedoch meist ein kühlender Wind vom Meer. Temperaturen hier ganzjährig 25° - 35°C.

Das Plateau in dem Osten des Landes (Johannesburg eingeschlossen) ist durch warme, aber selten unangenehm heiße Temperaturen gekennzeichnet. In der Karoo-halbwüste und der Kalahari-wüste kommt es dagegen zu extrem hohen Temperaturen.

Am West-Kap weht eine ständige, lindernde Brise, die Sommer sind warm und selbst die Winter milde. Die Südküste ist durch ein gemäßigtes Klima charakterisiert.

Es überwiegt eine Trockenvegetation mit ausgedehnten Savannengebieten, die in dem Westen in die Kalahari-wüste und in dem Südwesten in die Karoo übergehen. Geschlossene Waldbestände finden sich ca. in dem regenstarken Osten und Südosten. Am Nord- und West-Kap wachsen in dem Frühling prachtvolle Wildblumen. Das Namaqualand (Nord-Kap) ist von Mitte August bis Mitte September ein wahres Blütenmeer. Die artenreiche Tierwelt wird in Wildschutzgebieten (z.B. dem Kruger-Nationalpark) geschützt.

Buch-Tipp: Bringen wir das Klima aus dem Takt? Hintergründe und Prognosen. Forum für Verantwortung zu komplex für jedermanns Geschmack Ein sehr informatives Buch ist da unserem "Chefklimatologen" in Deutschland gelungen. Das Niveau ist durchgehend sehr hoch und unter Umständen für manchen auch zu hoch. Das soll niemanden abwerten, aber die Meteorologie und die Klimatologie sind halt einfach keine trivialen Gebiete. Das könnte man ihm entsprechend...

Bevölkerung

Hauptartikel: Bevölkerung Südafrikas

Das Land hat eine kulturell und ethnisch vielfältige Bevölkerung. Es ist die Heimat vieler Stämme von Ureinwohnern, von niederländischen, deutschen, französischen, asiatischen und englischen Einwanderern und deren Nachfahren, von Mischlingen. Der soziale Aufbau ist ebenfalls sehr vielschichtig. Es ist ein multikulturelles Land, obwohl stets noch die Spuren der Apartheid zu finden sind und die Bevölkerungsgruppen häufig getrennt leben.

Südafrika war 2002 zu 58 Prozent urbanisiert, die Bevölkerungsdichte betrug in dem Jahr 2003 37 Einwohner pro km². Das Bevölkerungswachstum beträgt 0,8 Prozent pro Jahr, die Kindersterblichkeit 6,9%. Es gibt 1523 Einwohner pro Arzt. Die Alphabetisierung beträgt etwa 85%. Die durchschnittliche Lebenserwartung betrug für Frauen ungefähr 46 Jahre, für Männer ein Jahr weniger.

Etwa zwei Drittel der Bevölkerung sind Christen, des weiteren gibt es Anhänger von Stammesreligionen (mehrheitlich Animismus), Muslime (ca. 2 Prozent) und Hindus (1,5 %).

Es gibt in Südafrika elf Amtssprachen, aus diesem Grund gibt es auch elf verschiedene Nennungen für den Staat Südafrika:

Buch-Tipp: Der Klima-Knigge Spannende Fundgrube für die "Niederungen des Konsumalltags" Wer eine Einführung in umweltfreundlichen/nachhaltigen/klimafreundlichen (oder wie man das bezeichnen mag) Konsum sucht, ist mit diesem Ratgeber gut bedient. Der Autor hat offensichtlich nicht ca. langjährige Erfahrung und Kompetenz zu diesem Thema (vor 25 Jahren hatte er den Öko-Knigge erfunden),...

Politik

Hauptartikel: Politische Situation in Südafrika

Südafrika Beschreibung
Südafrika Beschreibung
Nelson Mandela

Südafrika ist seit 1961 offiziell Republik, die ersten demokratischen Wahlen fanden aber erst nachdem Ende der Apartheid in dem April 1994 statt. Bis Anfang der 1990er Jahre stand Südafrika unter der Herrschaft der international geächteten Apartheid (der getrennten Entwicklung weißer, schwarzer und farbiger Bevölkerungsgruppen). Eine Wahrheits- und Versöhnungskommission versuchte, diese Zeit aufzubereiten.

Die Legislative besteht aus einem Zweikammerparlament, das sich aus der Nationalversammlung (400 Mitglieder), die nachdem Verhältniswahlrecht gewählt wird, und dem Nationalrat der Provinzen (90 Mitglieder, von denen jede der 9 Provinzen 10 Mitglieder wählt) zusammensetzt.

Der Präsident ist sowohl Staatsoberhaupt als auch Regierungschef und wird alle 5 Jahre durch die Nationalversammlung gewählt. Derzeitiger Staatschef ist Thabo Mbeki, wie sein Vorgänger Nelson Mandela Angehöriger der Partei und ehemaligen Anti-Apartheidsbewegung African National Congress (Afrikanischer Nationalkongress - ANC).

Buch-Tipp: Der Klimawandel. (Wissen) Exzellente Einführungins Thema Eine hervorragende Einführung zu dem Thema Klimawandel, die sowohl für Fachleute als auch für interessierte Laien geeignet ist. Auf ca. 144 Seiten bieten die beiden international renommierten Klimaforscher Schellnhuber und Rahmstorf umfangreiches Faktenwissen zur Klimageschichte, zu wissenschaftlichen Debatten sowie...

Provinzen

Hauptartikel: Provinzen Südafrikas

Südafrika ist in neun Provinzen unterteilt: Eastern Cape (Ostkap), Free State (Freistaat), Gauteng, KwaZulu-Natal, Limpopo, Mpumalanga, Northern Cape (Nordkap), North West (Nordwest) und Western Cape (Westkap).

Buch-Tipp: Ein Liebessommer. Wunderbar Ein Buch, dass zwar schon über 30 Jahre alt ist, aber dennoch nichts von seiner Brillanz eingebüßt hat. Wenn man am Ende angelangt ist, dann bereut man es nicht, es gelesen zu haben. Die Geschichte erzählt vom Protagonist David der seiner jungen Geliebten stets mehr verfällt und ihr Familie, Beruf und Leben opfert.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Südafrikas

Siehe auch Transvaal bzw. Südafrikanische Republik und Oranje-Freistaat.

Buch-Tipp: Hurra, wir retten die Welt! Welt-Hochwassergefahr gebannt Warum sind wir nicht längst schon von selbst darauf gekommen, dass das von unseren Bevormundern beschworene Gespenst des "Abschmelzens der Polkappen" nicht bewirken kann, dass der Kölner Dom eines Tages in der Nordsee versinkt? Haben wir etwa nicht gewusst, dass ein schmelzender Eiswürfel in dem Wasserglas nach den Gesetzen...

Wirtschaft

Hauptartikel: Wirtschaft Südafrikas

Südafrika ist ein relativ wohlhabendes Schwellenland, ist reich an Bodenschätzen, hat ein gut entwickeltes Finanz- und Rechtssystem sowie eine allgemein gute Infrastruktur (Kommunikations- , Energie- und Transportwesen). Obwohl die letzten zehn Jahre vom Wachstum geprägt waren, liegt die Arbeitslosenquote bei etwa 30%, und die Nachwirkung der Apartheid, v.a. Armut und wirtschaftliche Benachteiligung der Nicht-Weissen Bevölkerung, sind noch nicht beseitigt. Weitere Probleme sind die hohe Kriminalitätsrate, die Korruption und HIV/AIDS. Anfang 2000 kündigte Präsident Thabo Mbeki an, Wirtschaftswachstum und Investition durch die Auflockerung des Arbeitsrechts, die Privatisierung staatlicher Betriebe und die Senkung der Staatsausgaben zu fördern. Diese Bestrebungen stoßen auf harten Widerstand von Seiten der organisierten Arbeitnehmerschaft.

Der Beitrag der verschiedenen Wirtschaftssektoren zu dem Bruttosozialprodukt liegt bei 64  Prozent durch den Dienstleistungssektor, 32  Prozent durch die Industrie, wozu heute auch eine entwickelte Autoindustrie zählt, und ca. 4  Prozent kommen aus der Landwirtschaft. Das Bruttosozialprodukt betrug 115 Mrd. Euro und war damit das höchste aller afrikanischer Staaten.

Buch-Tipp: Installations- und Heizungstechnik. Sanitär, Heizung, Klima. Gesamtband Klar, nützlich - empfehlenswert Für alle, die ihr Geld nicht unbedingt den sog. "Professionisten" schenken wollen, und über die Handhabung einer Bohrmaschine hinaus sich betätigen wollen - sei es bei Neubau oder Renovierung, all diese finden in diesem Buch, sauber nach Schwerpunkten geordnet, alles was rund ums Bauen & Wohnen mit...

Verkehr

Buch-Tipp: Klimatologie (Das geographische Seminar) Empfehlenswert Das Buch "Klimatologie" ist in seiner Gänze als absolut empfehlenswert zu nennen. Jedes Thema ist logisch ,und vor allem bei so einem komplexen Thema, sehr gut beschrieben. Alles was in diesem Buch geschrieben steht, ist klar verständlich. Somit eignet es sich hervorragend für die Vorbereitung auf Klausuren und Zwischenprüfung....

Schiffsverkehr

Um nach Südafrika zu gelangen, war man früher mit einem wöchentlichen Postschiff monatelang unterwegs. Heute werden Schiffspassagen nach Südafrika wieder zahlreicher. So fährt die St. Helena Shipping alle acht Wochen die Route Cardiff (Wales) - Teneriffa - Kapstadt, für die sie 25 Tage benötigt. Auch Containerschiffe bieten Passagierplätze an, so die Safmarine, die Frachtschiff-Touristik oder die Reiseagentur Hamburg Süd. Internationale Hafenorte sind Richard's Bay, Saldhana Bay, Durban, Kapstadt und Port Elizabeth. Innerhalb Südafrikas spielt der Schiffsverkehr so gut wie keine Rolle.

Buch-Tipp: Kulturgeschichte des Klimas Nie war das Reden über das Wetter spannender Empfohlen wurde mir das Buch unter der Prämisse, dass endlich mal jemand die Lüge vom Menschen gemachten Klimawandel widerlegt. Aber das ist nicht das Thema des Buches. Der Saarbrücker Historiker Behringer weist spannend wie ein Krimi nach, dass es das natürliche Gleichgewicht der Erde nie gab, dass...

Flugverkehr

Die South African Airways (SAA) bietet internationale Verbindungen ab bzw. zu den Flughäfen in Johannesburg und Kapstadt. Auch andere große internationale Fluggesellschaften wie Lufthansa, British Airways oder KLM fliegen täglich nach Johannesburg bzw. Kapstadt. Für Inlandsflüge in Südafrika oder Flüge in afrikanische Nachbarstaaten bestehen viele Angebote von SAA, Comair, Nationwide, Air Namibia etc. Neben Johannesburg und Kapstadt fliegen sie auch kleinere Flughäfen an wie Durban, Port Elizabeth, Pretoria oder Bloemfontein.

Buch-Tipp: Liebesgespräche. Liebe. . . eine Utopie ? Ein sehr schöner Beitrag zu dem ewigen Thema "Liebe". . . Ivan Klimas Protagonisten fühlen, leben, erleben Situationen, Momente, Geschichten, die man sich als Leser auch sehr gut vorstellen kann. Trotzdem nicht alltäglich. Wer wurde zu dem Beispiel noch nie verraten, getäuscht oder verlassen ? Sehr schön und subtil beobachtet....

Bahnverkehr

Bahnverbindungen bestehen zu den Nachbarländern Namibia, Simbabwe oder Botswana. Man kann sie über Spoornet , die staatliche Eisenbahngesellschaft buchen. Innerhalb Südafrikas verkehren auf einem Schienennetz von rund 24 Tausend Kilometern häufig Passagierzüge zwischen den größeren Städten, aber auch auf Nebenstrecken. Für den Tourismus gibt es etliche wichtige Bahnverbindungen:

  • Trans-Oranje-Express: fährt die Strecke Kapstadt / Durban / Kimberley / Bloemfontein wöchentlich in 37 Stunden
  • Trans-Natal-Nacht-Express: fährt täglich in 13,5 Stunden von Durban nach Johannesburg
  • Blue Train: der Luxuszug verkehrt zwischen Pretoria und Johannesburg, eine Reservierung elf Monate in dem Voraus ist empfehlenswert
  • Rovos Rail: der historische Zug verkehrt zwischen Pretoria und Kapstadt, die dreitägige Fahrt kostet ab 700 Euro
  • siehe auch Kapspur

Busverkehr

Internationale Verbindungen stellen die Linien Intercape Mainliner (Windhoek-Kapstadt) und Translux (Harare-Bulawayo-Johannesburg) her. Translux verkehrt wie die Greyhound Coach Lines, die Baz Busse und Intercape innerhalb Südafrikas. Die Haltestellen sind häufig flexibel.

Straßennetz und Autoverkehr

In Südafrika herrscht Linksverkehr.

Südafrika verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz, mit Autobahnen in und zu dem Teil zwischen den Großstädten, z.B. die N3-autobahn zwischen Johannesburg und Durban. Die Höchstgeschwindigkeitsgrenze liegt normalerweise bei 120 auf Autobahnen, bei 100 auf Landstraßen und bei 60 innerhalb der Ortschaften.

Es gibt an allen Flughäfen Autoverleihe (z.B. Avis, Hertz, Budget, usw.) Der Südafrikanische Automobilclub (AA) bietet Mitgliedern von Automobilclubs aus anderen Staaten kostenlos ihre Hilfe an. Der AA unterhält eine Pannenhilfe und gibt Straßenkarten sowie Wetterberichte heraus.

Da das öffentliche Transportsystem schlecht ausgebaut ist, sind viele Pendler auf Sammeltaxis und Busse angewiesen. Das erhöht den Druck auf den Straßen erheblich.

Fahrradverkehr

Für viele Südafrikaner ist das Fahrrad ein gebräuchlliches Verkehrsmittel. Besonders in ländlichen Gegenden sind Fahrräder für die ärmere Bevölkerung häufig das einzige erschwingliche private Transportmittel.

In den Städten gibt es aber auch viele Hobby und Sportradler. Sie werden vom Tri-Cycling Magazine informiert. Radwege existieren ca. selten.

Die Argus Tour, die in dem März auf einer 105 Kilometer langen Route auf der Kaphalbinsel stattfindet, gilt mit 15 Tausend Teilnehmern als eine der weltgrößten Eintagesradtouren überhaupt.

Feiertage

Per Gesetz werden folgende Tage in Südafrika zu Feiertagen erklärt:

Fallen diese Tage auf einen Sonntag, ist der folgende Montag ein Feiertag.

Tourismus

Der Tourismus hat sich mittlerweile zu einem sehr wichtigen Wirtschaftsfaktor Südafrikas entwickelt. Sehenswürdigkeiten sind u.a. Suncity der Kruger-Nationalpark, der 3 Tausend km lange Küstenstreifen, Kapstadt mit dem Tafelberg und Johannesburg, bekannt auch für die Goldminen .

Zurzeit wird der Tourismusanteil vom Bruttosozialprodukt schon auf mehr als 7 Prozent geschätzt. In dem Jahre 2002 waren mehr als 6 Millionen Touristen in dem Lande. Ungefähr 3 Prozent der Angestellten arbeiten in der Branche, bei der man sich weiteren Zuwachs erhofft.

Am 13. Mai 2002 präsentierte der südafrikanische Umwelt- und Tourismusminister Mohammed Valli Moosa Leitlinien für eine verantwortungsvolle Tourismusentwicklung in Südafrika. Damit soll nicht ca. der Tourismus in dem Lande gefördert sondern vor allem die lokale Bevölkerung in die Planung und Entwicklung des Tourismus einbezogen werden. Besonders die ärmeren Schichten sollen so direkter vom Tourismus profitieren.

Südafrika zählt bereits heute zu einem der attraktivsten Altersruhesitzländer und gilt unter Golfern als heißer Tipp.

Einreisebestimmungen

Deutschland, Österreich, Schweiz:

Pass benötigt: Ja
Visum benötigt: Nein
Rückreiseticket benötigt: Ja

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein. Reisepässe müssen mit einem aktuellen Lichtbild versehen sein und bei der Einreise mindestens noch zwei freie Seiten enthalten. Der deutsche Kinderausweis (mit Lichtbild) wird anerkannt.

Visum

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger folgender Länder für Urlaubs- oder Geschäftsreisen:

  1. Bundesrepublik Deutschland, Österreich, übrige EU-Länder und Schweiz für Aufenthalte bis zu 90 Tagen
  2. Andorra, Argentinien, Australien, Botswana, Brasilien, Britische Überseegebiete, Bulgarien, Chile, Ecuador, Island, Israel, Japan, Jamaika, Kanada, Liechtenstein, Malta, Mexiko, Monaco, Neuseeland, Norwegen, Paraguay, San Marino, Singapur, St. Helena, St. Vincent & die Grenadinen, Tschechische Republik, Uruguay, Vereinigte Staaten Amerika und Venezuela bis zu 90 Tagen
  3. Antigua & Barbuda, Barbados, Belize, Benin, Bolivien, Costa Rica, Gabun, Guyana, Hongkong (China), Jordanien, Kap Verde, Korea (Süd), Lesotho, Macau (China), Malawi, Malaysia, Malediven, Mauritius, Mexiko, Namibia, Peru, Polen, Sambia, Seychellen, Slowakische Republik, Swasiland, Thailand, Türkei, Ungarn und Zypern bis zu 30 Tagen

Visaarten:

  • Besuchervisum (auch für Geschäftsreisen): Mit einem Besuchervisum darf man in Südafrika weder bezahlte noch unbezahlte Arbeit aufnehmen und auch nicht studieren
  • Studien- und Arbeitsvisum (Langzeitvisum)
  • Transitvisum: Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Staatsangehörige bestimmter Länder benötigen jedoch stets ein Transitvisum.

Anmerkung

Staatsbürger aller Länder, visumpflichtig oder nicht, erhalten an der Grenze eine Aufenthaltsgenehmigung. Ein Visum ist keine Garantie für eine Einreiseerlaubnis. Unter Umständen werden ein Nachweis über ausreichende Geldmittel und Rück- bzw. Weiterreisetickets verlangt. Für Personen mit Vorstrafen gelten Sonderregelungen. Einzelheiten von den konsularischen Vertretungen.

Probleme des Landes

Trotz der Aufwärtstendenz in Südafrika in den letzten 10 Jahren gibt es noch stets sehr große soziale Probleme. So werden Schwarze auch nachdem Ende der Apartheid meist stets noch weitaus schlechter bezahlt als Weiße. Große Teile der Bevölkerung leben in so genannten Townships. Dabei handelt es sich um Wohnviertel, in denen trotz positiver Entwicklung der Lebensstandard auch heute noch sehr niedrig ist. Aids ist trotz der Bemühungen seitens der Regierung zusätzlich ein Hauptproblem.

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Hauptartikel: AIDS in Südafrika

Aids gilt als die "tickende Zeitbombe" Südafrikas. Auf der Website der Südafrikanischen Aidsstiftung (Aids Foundation of South Africa) werden Prognosen zitiert die besagen, dass innerhalb der nächsten drei Jahre jährlich fast 250 Tausend Südafrikaner an Aids sterben werden. Diese Zahl soll bis zu dem Jahr 2008 auf 500 Tausend jährlich anwachsen.

Man erwartet, dass die durchschnittliche Lebenserwartung von etwa 60 Jahren (1998) auf etwa 40 Jahre (2008) fallen wird.

Die Aids-Epidemie, so der Standpunkt der Aids-Foundation, wird durch mehrere Faktoren verschärft, u. a. durch:

  • Auseinanderbrechen der Familien durch Apartheid und Wanderarbeit
  • Hohe Mobilität
  • Armut und niedrigen Bildungsstand mit der Folge riskanteren Sexualverhaltens und Prostitution
  • Hohe Zahl der Fälle von Geschlechtskrankheiten
  • Niedriger Status der Frauen der es ihnen erschwert, sich bei sexuellen Beziehungen zu schützen
  • Eine neue Sexualmoral, die häufigen Partnerwechsel akzeptiert
  • „Kultureller Widerstand“ gegenüber Kondomgebrauch
  • Mangel an neutralen Informationen und Leugnen sexueller Aktivitäten von Jugendlichen
  • Leugnen von Homosexualität innerhalb der schwarzen Bevölkerung, mangelnde Vorsorge für Schwule durch die Regierung

In den Dörfern sind häufig noch geachtete "Weise" (Medizinmänner) anzutreffen. Diese haben in den seltensten Fällen eine ausreichende medizinische Ausbildung. Sie sind somit bei der Behandlung und der Einschätzung von Aids überfordert und geben nicht selten falsche Ratschläge.

Durch die hohe Kriminalitätsrate und die Stellung der Frau sind auch Vergewaltigungen sehr häufig, weshalb der Virus erneut sowohl durch die Täter als auch durch die Opfer verbreitet wird.

Die Pharmaindustrie in Europa und den Vereinigte Staaten Amerika hat längst moderne Medikamente zur Behandlung von Nebenerkrankungen und zur Hemmung des Virus entwickelt. Der Gebrauch dieser durch Patente geschützte Medikamente ist für den größten Teil der Bevölkerung jedoch unerschwinglich. Die Industrie weigerte sich lange, die Preise der Medikamente zu senken. Die Hersteller von Generika (Nachahmermedikamente) werden regelmäßig wegen Patentverletzungen verklagt. Selbst die Unterstützung durch die WTO und die WHO verhalf den Verhandlungen 2003 nicht zu dem Erfolg. So stehen bisher häufig ca. veraltete Medikamente zur Verfügung.

Anfang April 2004 meldete die Weltbank, dass mehr als 120 Entwicklungsländer künftig Aids-Medikamente und -Tests zu erheblich reduzierten Preisen einkaufen können. Dies basiert auf einer Vereinbarung zwischen der Clinton-Stiftung und den Pharmaherstellern. Die Behandlung eines Aids-Patienten soll dadurch um zwei Drittel günstiger werden.

Deutsche Schulen in Südafrika

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